Montage

Montage des Exponats

Nach der hervoragenden schonenden Fahrt (!) der Spedition Gengnagel von Wettenberg nach Erfurt wurden die Einzelteile in den entsprechenden Themenraum im Museum gebracht.
Herzlichen Dank an Michael Gengnagel für sein Engagement und seine hervorragende Arbeit! Weiterhin gute Fahrt!
Der Transport ins Gebäude war keine “leichte” Angelegenheit, da die Teile wegen der vielen Treppen im Gebäude fast nur getragen werden konnten.
Ein Grund zur Freude: Alle Teile sind sicher und unbeschädigt an ihrem zukünftigen Standplatz!

Unsere Helfer von links nach rechts: Andreas Krämer, Marcus Zeiger, Renhold Will, Prof. Hans-R. Wegener und Reinhold Stork.

Die abschließende Montage:

Ausrichten und verbinden der beiden Hälften.
Präparieren und modellieren des Oberbodens.
Kaschieren der Übergänge.
Abschließendes Fixieren der Oberflächen mit Harz.
Fertig! Nun kann getrockneter Ackerboden auf den Fußboden aufgebracht und die Gitterroste für den Laufsteg montiert werden.
Neben den Lackprofilen und dem getrockneten Ackerboden lieferten wir zwei Exponate für den Fußboden, mit denen die Bodenbearbeitung zum falschen (tiefe Fahrspur durch nassen Boden) und zum richtigen Zeitpunkt (angepasste Bodenfeuchte) demonstriert werden soll (im oberen Bild sind die Exponate getauscht).

Rundgang während der Eröffnung des Museums: Reinhold Will, Prof. Dr. Hans-R. Wegener, Dr. Bischoff (Leiter des Museums) und Frau Will vor dem Exponat.

Nach der Eröffnung wurde eine Glasscheibe vor dem Lackprofil montiert, um es vor Beschädigungen zu schützen.
Bezüglich der Bodenbearbeitungsgeräte bedanken wir uns bei der Firma Lemken für die freundliche und großzügige Unterstützung.

Firma Lemken im Internet:

https://www.lemken.de

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Die Methoden

Die unterschiedlichen Entnahmemethoden

Je nach Substrat, Zusammensetzung der Materialien sowie der Fragestellung ergeben sich für die Entnahme und Präparation und somit für das fertige Exponat unterschiedliche Entnahme- und Präparationsmethoden. Entsprechend muss auch die Materialauswahl erfolgen, da - je nach angewandter Methode - unterschiedliche Lacke oder Harze die besten Ergebnisse liefern.
Da wir bisher noch keine passende Differenzierung zu den verschiedenen Entnahmemethoden und Exponaten in der Literatur gefunden haben, möchte ich hier selbst entsprechende Definitionen vorschlagen (für Hinweise auf veröffentlichte Definitionen sowie Diskussionsbeiträge sind wir sehr dankbar).
Unter dem Begriff “Lackprofil” werden auch die Bezeichnungen Lackabzug, Lackfilm, Bodenprofil, Kastenprofil, Sedimenttransferpräparat oder “Erdschichtenbild” geführt (siehe u.a. www.wikipedia.de). Teilweise sind aber mit diesen Begriffen unterschiedliche Methoden und/oder Endergebnisse gemeint.
Folgende Methoden wurden und werden von uns (projektspezifisch) angewandt und unterscheiden sich wie folgt:
  • Lackprofil mit der Kastenmethode
    Geeignete Böden: Fast alle mehr oder weniger bindigen Böden.
    Methodenbeschreibung: Entnahme eines Bodenmonolithen mit Hilfe eines Kastens; Trocknung im Labor; Herauspräparieren der Bodenstruktur.
    Vorteil: Das Bodengefüge kann sehr gut herausgearbeitet werden.
    Nachteil: Die entnommenen Monolithe sind -je nach Größe- schwer. Die Bearbeitung dauert länger als bei den anderen Methoden (u.a. wegen der Trocknung des Monolithen).
  • Lackabzug
    Geeignete Böden: Sandige bis kiesige Böden.
    Methodenbeschreibung: Tränkung des Bodens mit Harz/Lack an der Entnahmestelle; Abnehmen des abgetrockneten Lackabzugs, wobei ein Teil der Bodenstruktur (z.B. Kieslagen) erhalten bleiben.
    Vorteil: Das fertige Exponat ist dünner als ein Kastenprofil (ca. 0,5 bis 3 cm, je nach Eindringtiefe des Lacks).
    Nachteil: Der Lackabzug muss vor der Entnahme an der Entnahmestelle trocknen. Das Exponat kann nicht aufgerollt werden.
  • Lackfilm
    Geeignete Böden: Sandige Böden, bedingt auch schluffige Böden.
    Methodenbeschreibung: Tränkung des Bodens mit Harz/Lack an der Entnahmestelle; Abnehmen des abgetrockneten Lackfilms, wobei meist keine Bodenstrukturen erhalten bleiben.
    Vorteil: Das Exponat ist vergleichsweise schnell zu entnehmen und es ist fast keine Nachbearbeitung notwendig. Das fertige Exponat ist dünner als ein Lackabzug (weniger als 0,5 cm). Das Exponat kann aufgerollt werden.
    Nachteil: Es können (fast) keine Bodenstrukturen herausgearbeitet werden, sondern lediglich Schichtfolgen (z.B. Löss-Stratigraphien).

Unsere Dienstleistungen

  • Entnahme und Präparation von Lackprofilen (Kastenprofile, Lackabzüge, Lackfilme)
  • Restaurierung von Lackprofilen
  • Layout von Beschriftungstafeln
  • Beschreibung der Bodenprofile (auf Wunsch mit Bodenanalysen - erstellt im eigenen Labor)
Grundsätzlich versuchen wir, den Boden in natürlicher Lagerung und als Ganzes zu entnehmen, um eine tatsächliche “Momentaufnahme” zu erhalten. Wir streben jeweils an, möglichst wenig zu kaschieren (wie dies beispielsweise nach der Entnahme und dem Zusammenfügen einzelner Kästen eines Profils notwendig ist).

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Präparation

Präparation der Profile

Nach der Entnahme wurden die einzelnen Profile auf Platten aufgeklebt und nachbehandelt. Es sind die verschiedensten Werkzeuge notwendig, um die natürliche Lagerung des Bodens und weitere Details herauszuarbeiten.
Anschließend wurden die Lackprofile entsprechend den einzubauenden Bodenbearbeitungsgeräten präpariert und modelliert.

Rechts das Lackprofil, in das der Pflug eingebaut werden soll.
Die vier Lackprofile der linken Seite nach der Montage auf dem Gestell. Der Pflug ist am Gestell fixiert.
Der Boden “nach dem Pflügen”, d.h. hinter dem Pflug, wird modelliert...
...ebenso der Bereich davor...
...und das in mehreren Abschnitten, da sonst ein Transport nur schwer möglich wäre.
Anschließend wird die Oberfläche, d.h. die “Sichtseite”, erstmals mit Lack vorsichtig getränkt.
Vor dem Transport wird alles sicher verpackt...
...und danach im LKW der Spedition Gengnagel (Lollar) verstaut und verzurrt.

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Limes bei Holzheim

Limes bei Holzheim

Lackprofile

Für das Römerkastell Saalburg wird, in Kooperation mit dem Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG), ein Lackprofil (Kastenprofil) vom Limes bei Holzheim hergestellt. Das Kastenprofil dürfte eines der größten, in einem Stück entnommenen Kastenprofile sein. Mit einer Breite von 60 cm und einer Höhe von 260 cm war es eine logistische Herausforderung und ein Kraftakt. Das Kastenprofil wog bei der Entnahme zwischen 350 und 400 kg.
Zudem wurde am gleichen Standort ein “kleineres” Kastenprofil (30 x 260 cm) für die Universität Tübingen entnommen.
Die Fotos oben zeigen die Entnahme des “kleineren” Kastenprofils.
Foto links: Das große Kastenprofil vom Limes ist verladen.

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